Ziel und Idee
Ziel der Aktion war es, das „triste Einheitsgrau“ der zahlreichen Stromverteilerkästen in der Xantener Innenstadt aufzubrechen und sie in kleine, bunte Kunstwerke zu verwandeln. Statt als vernachlässigte oder beschmierte „Schandflecken“ sollen die Kästen das Stadtbild aufwerten und gleichzeitig ein Zeichen setzen für ein buntes, tolerantes, vielfältiges und weltoffenes Xanten im Kontext der „Eine Welt“. Die Idee wurde von Klaus Wolfertz (EWGX) nach dem Vorbild einer ähnlichen „Kunststrom‑Aktion“ in Kerken aufgegriffen und für Xanten adaptiert: „Was Kerken kann, können wir auch.“
Umsetzung und Beteiligte
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Wer malt?
Vorrangig Kinder und Jugendliche aus Xantener Schulen (Grund‑ und Weiterführende Schulen), Kindergärten sowie Jugendgruppen (z. B. Pfadfinder). Die Motive wurden von den jungen Künstler:innen frei gewählt und mit der EWGX abgestimmt. Maria Cavalcanti‑Heinich, Xantener Künstlerin und Vorstandsmitglied der EWGX, brachte die Idee ein, die Gestaltung gezielt an junge Menschen zu übergeben. -
Wo?
Im Xantener Innenstadtbereich, an vielen Ecken und Plätzen, wo Stromverteilerkästen stehen. -
Wie viele Kästen?
Ursprünglich waren fast 50 Kästen geplant; im weiteren Verlauf wurden über 40 Kästen bemalt, teilweise wird auch von bis zu 61 Kästen im weiteren Kontext berichtet (je nach Quelle und Abgrenzung des Gebiets). -
Vorbereitung der Kästen:
Vor dem Bemalen mussten die Kästen gereinigt, abgeschliffen und grundiert werden. Der städtische Bauhof unterstützte dabei, insbesondere beim Abschleifen. -
Material und Finanzierung:
Die Sachkosten (Farben, Pinsel und weitere Materialien) wurden von Innogy getragen. Auch benachbarte städtische Kästen durften mitbemalt werden, sodass ein flächendeckenderer Effekt entstand. -
Thematische Vorgaben:
Die Motive sollten einen Bogen spannen von Xanten in die ganze Welt. Als thematische Anhaltspunkte dienten u. a. Vielfalt, Toleranz, Menschenrechte, Kontinente, „Eine Welt“ und weitere weltweite Bezüge. Die Kinder und Jugendlichen konnten ihre Ideen frei entfalten.
Zeitlicher Verlauf
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Start: Juni 2017 mit ersten Bemalungen an der Bahnhofstraße, der Stephan‑Beissel‑Straße und dem Erprather Weg durch Schülerinnen und Schüler (u. a. der Walter‑Bader‑Realschule). Bürgermeister Thomas Görtz zeigte sich bei einem Vor‑Ort‑Besuch sehr angetan und hob die Aktion als „prima Visitenkarte“ für die Fairtrade‑Stadt Xanten hervor.
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Fortsetzung: Die Aktion wurde 2018 weitergeführt („Stromkastenaktion 2018“), bis schließlich alle geplanten Kästen im Stadtgebiet bemalt waren.
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Abschluss: Nach Abschluss der Bemalungen wurde die Aktion unter dem Motto „Aus ‚fairschönern‘ wird ‚fairlaufen‘“ weitergedacht: Die bemalten Kästen wurden zu Stationen eines etwa fünf Kilometer langen Rundwegs durch die Innenstadt.
FAIRlaufen Rundweg
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Die EWGX gab einen großen Flyer heraus, der einen 5,1 km langen Rundkurs durch Xanten beschreibt und an allen bemalten Kästen vorbeiführt. Der Flyer enthält Streckenverlauf, Hintergrundinfos zur Aktion und weitere Details. Er war als Download auf der Website verfügbar und in gedruckter Form im Weltladen Xanten, in der Tourist‑Information und im Rathaus erhältlich.


